Hintergrundbild Lindner

geschichte des steinofens

 

Der Beginn des Brotbackens.

 

Vor rund 11.000 Jahren beginnt die Geschichte des Brotbackens. Das Getreide wuchs wild und die Menschen aßen die Körner noch roh, bis sie lernten einen Brei daraus herzustellen und das Urgetreide gezielt anzubauen. Der Getreidebrei wurde auf einen heißen Stein gegossen – so entstand das erste Fladenbrot.

 

Die Geschichtsschreibung geht davon aus, dass die ersten Brote in Zentralasien gebacken wurden und durch die alten Handelswege in den Mittelmeerraum gelangten.

 

Die alten Ägypter stellten den ersten Sauerteig her.

 

In der Geschichte des Brotes waren es aber vor allem die alten Ägypter vor rund 6.000 Jahren, die besonders bedeutend die Entwicklung des Brotbackens prägten. Sie erfanden neue Methoden, wie das Züchten von Hefepilzen und Milchsäurebakterien, woraus der erste Sauerteig entstand. Sie bauten Backöfen aus Lehm und Ton, all dies veränderte die Form und den Geschmack des Brotes maßgeblich. Die Ägypter trugen daher auch den Spitznamen “Brotesser”.

 

Der Weg nach Europa.

 

Über die Handelswege gelangte das Brot zunächst in das antike Griechenland. Die Griechen entwickelten zwar keine neuen Methoden, dafür brachten sie aber viele Rezepturen und Brotarten hervor. Von Griechenland kam die Backkunst dann ins Römische Reich.

 

Der erste Steinofen.

 

Die Römer entwickelten steinernde Drehmühlen, die das Zermahlen des Korns vereinfachten. Dadurch gelang es ihnen besondes feines Mehl herzustellen. Die Mühlen wurden durch die Kraft von Nutztieren angetrieben. Es entstanden die ersten römischen Großbäckereien und die Römer bauten die ersten Backöfen aus Stein, die sogenannten “Römischen Backöfen”. Das Brot wurde nun im Ofen gebacken, was den Vorteil brachte, dass das Brot gleichmäßig von allen Seiten gebacken wurde.

 

Die ersten Backöfen mit Gewölbe entstanden circa vor 4.000 Jahren.

 

Die Gärung der Hefe im Brotteig, die vermutlich eher zufällig entstand, ist auch der Namensgeber für unser Wort “Brot”. Vom althochdeutschen “prôt” abgeleitet, was soviel wie “Gegorenes” heißt.